Wie Sie Ihr Haus richtig verkaufen

Ein Hausverkauf ist ein spannendes und umfangreiches Projekt.

Wissen Sie schon, wie Sie Ihren Hausverkauf optimal vorbereiten?

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Unterlagen Sie benötigen und mit welcher Verkaufsstrategie schnell Interessenten gewonnen werden können. Wir haben die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst.

Letzte Überarbeitung März 2021

Sabine Dobler

Sabine Dobler

Immobilienexpertin

Vorbereitungen auf den Hausverkauf

Eine gute Vorbereitung ist der Grundstein für einen erfolgreichen Hausverkauf. Neben Verzögerungen niedrigeren Verkaufspreisen können auch rechtliche Probleme die Folgen einer schlechten Vorbereitung sein.

Richtiger Zeitpunkt?

Ihre erste Frage sollte es sein: ” Ist jetzt ein guter Zeitpunkt das Haus zu verkaufen?” Abhängig vom derzeitigen Immobilienmarkt in Österreich und der Jahreszeit spielen noch andere Faktoren eine entscheidende Rolle.

Wenn Sie nicht zwingend verkaufen müssen, besteht derzeit kein Grund zur Eile. Die Immobilienpreise steigen trotz Krise immer weiter. Aber Achtung: Wenn Sie wirklich verkaufen wollen, sollten Sie trotzdem ein Zieldatum setzen, bis zu dem Sie den Verkauf abgeschlossen haben wollen. Ohne Ziel können sich solche Vorhaben sonst Jahrzehnte ziehen.

Wenn Sie dringend verkaufen müssen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
Wann muss ich mit dem Verkauf beginnen, um zu einem bestimmten Zeitpunkt den Verkauf abgeschlossen zu haben. Das ist wiederum abhänig davon, wann Sie das Geld benötigen und in welchem Zeitraum ist der Hausverkauf auch realistisch umsetzbar ist.

Privater Hausverkauf ohne oder mit Makler?

Beide Varianten bieten ihre Vor- und Nachteile. Der entscheidendste Punkt ist oft die Zeit & Know-how. Ein Hausverkauf kann sich über mehrere Monate hinziehen. Sind Sie dieser zeitintensiven Aufgabe gewachsen?

Oder überlassen Sie die Erstellung eines überzeugenden Exposés, die Beantwortung der Anfragen und Koordinierung der Besichtigungen, sowie die Verkaufsverhandlungen einem Fachmann?

Für Preisverhandlungen mit potenziellen Käufern braucht es ein gewisses Verhandlungsgeschick, um den Höchstpreis zu erzielen. Haben Sie ein Gespür und die Zeit für diese Angelegenheiten sparen Sie sich natürlich Kosten in Form der Maklerprovision?

Das alles kann für einen Makler sprechen.

Newsfeed Immobilienverkäufer

Hausverkauf mit Makler - Ihre Vorteile

  • Guter Verkaufspreis
    Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis.
  • Mehr Sicherheit
    Ein guter Makler prüft die Bonität potenzieller Käufer frühzeitig.
  • Zeitersparnis
    Ein guter Makler verkauft Ihre Immobilie schneller.
Nachteil

Hausverkauf mit Makler - Ihre Nachteile

  • Provision
    Je nach Vereinbarung kann der Makler auch auf Verkäuferseite eine Provision verrechnen. In der Regel können Sie als Verkäufer die Provisionshöhe mit dem Makler sehr gut verhandeln, da aktuell generell wenige Immobilien auf dem Markt erhältlich sind. Teilweise sehen auch Makler von einer Provision auf Verkäuferseite ab.

Objektbewertung

Die Bewertung einer Immobilie und der daraus berechnete Angebotspreis ist entscheidend für den bestmöglichen Verkaufspreis. Hier benötigen Sie auf jeden Fall einen Fachmann. Potenzielle Käufer haben sich meist bereits am Markt schlau gemacht und besitzen gute Vergleichswerte.

Sowohl ein zu niedriger als auch zu hoher Verkaufspreis bringen Sie nicht weiter.

Verkaufspreis zu niedrig
  • Bei einem zu niedrigen Preis verkaufen Sie Ihr Haus vieleicht unter Wert und/oder haben wenig Verhandlungsspielraum.
  • Sie bringen potenzielle Käufern auf den Gedanken, dass gravierende Mängel am Objekt bestehen.
Verkaufspreis zu hoch
  • Potenzielle Käufer werden aufgrund des Kaufpreises abgeschreckt und verlieren das Interesse an Ihrem Objekt

Die richtige Bewertung und Einschätzung des Verkaufspreises Ihrer Immobilie spielt somit eine wichtige Rolle im Verkaufsprozess. Nur wenn Sie mit einer realistischen Preisvorstellung (nach oben oder unten) an den Verkauf tasten, können markttechnische Maximalpreise realisiert werden.

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    Die notwendigen Unterlagen – Exposee

    Bei einen Immobilienverkauf ist es üblich ein Exposee des Objekts zu erstellen. Damit Sie im Exposee korrekte Daten angeben können, sollten Sie natürlich alle notwendigen Unterlagen für den Hausverkauf sammeln.

    Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

    • Unterlagen zum Objekt
      • Baupläne, Lageplan
      • Baubeschreibung
      • Wohnflächenberechnung
    • Grundbuchauszug
    • Flächenwidmung
    • Nebenkostenübersicht, Betriebskostenabrechnung
    • Bewilligungen
    • Sanierungsnachweise
    • Energieausweis
    • Bilder zum Objekt

    Ein aussagekräftiges Exposee mit hochwertigen Fotos ist für das Immobilienmarketing nicht zu unterschätzen. Das Exposee ist das Aushängeschild und entscheidend für das Zustandekommen von Besichtigungsterminen.

     

    Bewerbung Ihres Hauses

    Im Zeitalter der Digitalisierung sollten Sie vor allem auf den größeren Portalen im Internet inserieren. Auch Zeitungen sind nach wie vor beliebte Medien für Immobilienmarketing. Verwenden Sie eine Kombination aus Online- und Offline- Aktivitäten, um Ihre gewünschte Zielgruppe für den Hausverkauf anzusprechen.

    Die Verkaufsphase

    Nachdem alle Verkaufsvorbereitungen getroffen sind, müssen Sie die passende Verkaufsstrategie wählen, mit der Sie die passenden Kaufinteressenten ansprechen.

    Die Zielgruppe ergibt sich im Wesentlichen aus der Art und Lage Ihrer Immobilie. Die vorhandene Infrastruktur ist hier mitentscheidend ob sich Familien, Paare oder Singles für eine Immobilie interessieren.

    Des Weiteren sind Ausstattung und der angegebene Verkaufspreis entscheidende Kriterien. Eine Auswahl der Zielgruppe, wie z.B.  Kleinfamilie ist oft nicht ausreichend. Es gibt Familien mit hohen Lebensstanddarts (Pool, moderne Küche, usw.) und welche mit einem geringen Budget.

    Definieren Sie eine Zielgruppe abhängig von ihrer Immobilie. Die Vermarktung wird Ihnen leichter fallen, wenn Sie eine Vorstellung haben, wer Ihre Kaufinteressenten sein könnten. 

    Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Auf welche Bewerbungskanäle (Zeitung, Immobilienportale, Anzeigen…) setzen Sie?
    • Können Sie mit diesen Werbemaßnahmen Ihre Zielgruppe erreichen?
    • Welche Objektdarstellung ist für Ihre Zielgruppe die richtige?
      • Verkaufen Sie zum Beispiel ein typisches Einfamilienhaus an die Zielgruppe Familie, dann ist die verbildlichte Darstellungsweise “Einfamilienhaus in grüner Idyllie” die bessere, als “Designerhaus für gehobene Ansprüche”

    Besichtigungstermine

    Der erste Besichtigungstermin steht an. Versuchen Sie für Kaufinteressenten eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und sorgen Sie für einen positiven ersten Eindruck.

    Versuchen Sie vorab mögliche Fragen der Interessenten aufzuschreiben und vorzubereiten. Hinterlassen Sie einen professionellen Eindruck bei den Interessenten und führen Sie Ihn durch das Verkaufsgespräch. Neben dem Exposee sollten Sie auch alle notwendigen Unterlagen bereithaben, mit denen Sie auf die Vorteile der Immobilie aufmerksam machen können.

    Erfahrungsgemäß fragen die Interessenten nach Grundrissen, dem Energieausweis oder nach Nebenkosten.

    Verkaufsgespräch

    Ein potenzieller Käufer bekundet sein ernsthaftes Interesse und steigt mit Ihnen in das entscheidende Verkaufsgespräch ein. Wenn Sie es gewohnt sind Preisverhandlungen zu führen sind Sie hier im klaren Vorteil. Wer sich dabei schwer tut, kann schnell sehr viel Geld verlieren.

    Was müssen Sie beachten, damit der Verkaufspreis Ihren Vorstellungen entspricht?
    • Bereiten Sie auch das Verkaufsgespräch präzise vor und bleiben Sie dabei stets emotionslos und sachlich.
    • Falls Sie sich noch nicht über Ihren Wunschpreis im Klaren sind empfehlen wir Ihnen eine Immobilienbewertung. Auch die Untergrenze sollten Sie vor dem ersten Verkaufsgespräch festlegen.
    • Erfahrungsgemäß sprechen Interessenten bei der Besichtigung oft über Mängel und versuchen dadurch den Preis zu drücken. Falls Sie unsicher im Verhandeln sind, beauftragen Sie besser einen Makler. Auf Grund seiner Erfahrung kennt er unterschiedliche Verkaufsstrategien, die er gezielt anwenden kann.

    Kaufabwicklung mit Notartermin

    Der Kaufvertrag muss Angaben zum Grundbuch sowie Details zum Kaufgegenstand und zum Kaufpreis enthalten. Halten Sie alle Interessen und Absprachen fest. Damit der Käufer neuer Eigentümer wird, muss ein notariell beurkundeter Kaufvertrag unterzeichnet und eine Einverleibung im Grundbuch vorgenommen werden.

    In Österreich bezahlt im Normalfall der Käufer die Vertragserrichtung und bestimmt somit den Notar oder Anwalt. Die Mitwirkung dieses Notars bei einem Kaufvertrag für Ihre Immobilie ist rechtlich vorgeschrieben.

    Der entscheidende letzte Termin beim Hausverkauf ist der Notartermin. Erst durch ihn wird die Eigentumsübertragung wirksam sowie die Abwicklung finanzieller Aspekte geregelt.  Nach der Übermittlung aller notwendigen Unterlagen an den Notar kommt es zu einem Vertragsentwurf. Sowohl Sie als Verkäufer, als auch der Käufer bekommt einen Entwurf des Kaufvertrages zur Prüfung. Nach der Durchsicht können noch offene Fragen und Differenzen beider Parteien geklärt werden.

    Nach der Beurkundung beginnt Ihr Notar mit der Abwicklung des Kaufvertrages und schafft alle Voraussetzungen, damit die Übergabe erfolgen kann.