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Ratgeber Immobilienmarkt Österreich

Immobilienpreise in Österreich: Steigen oder fallen sie?

Die Immobilienpreise in Österreich sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Doch was passiert mit dem Immobilienwert in Zeiten hoher Inflation, gestiegener Zinsen und strenger Kreditvergaberichtlinien? Hier erfahren Sie unsere Einschätzung.

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Sie überlegen, eine Wohnung oder ein Haus in Österreich zu verkaufen, und fragen sich, ob die Immobilienpreise gerade ihren Höchststand erreicht haben oder ob der Markt nachgibt? In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Faktoren den Immobilienwert beeinflussen, was für einen steigenden und was für einen fallenden Markt spricht und wie wir die weitere Entwicklung einschätzen.

Eine fundierte Standortbestimmung beginnt mit dem aktuellen Wert Ihrer Immobilie. Lassen Sie diesen kostenlos und unverbindlich mit einer Marktpreiseinschätzung ermitteln, bevor Sie eine Verkaufsentscheidung treffen.

Steigt oder fällt der Immobilienpreis in Österreich

Was beeinflusst die Immobilienpreise in Österreich?

Generell entscheiden wenige große Faktoren darüber, ob der Immobilienwert in Österreich steigt oder sinkt:

  • Nachfrage – Gibt es viele Käufer?
    • Ja – Preise steigen
    • Nein – Preise fallen
  • Angebot – Gibt es viele Verkäufer?
    • Ja – Preise fallen
    • Nein – Preise steigen
  • Finanzierung – Ist eine Finanzierung günstig oder leicht zu haben?
    • Ja – Preise steigen
    • Nein – Preise fallen
  • Wirtschaftliche Entwicklung – Ist der Ausblick eher positiv oder negativ?
    • Positiv – Preise steigen
    • Negativ – Preise fallen

Wie sich diese Faktoren konkret auf den Verkaufspreis auswirken, hängt stark von Lage und Bundesland ab. Eine Übersicht zu aktuellen Immobilienpreisen hilft Ihnen, Ihre Region einzuordnen.

Argumente dafür

Was spricht für steigende Immobilienpreise in Österreich?

Betongold als Anlage

In Zeiten moderater Inflation können Immobilienwerte tendenziell steigen. Das liegt daran, dass Immobilien als Sachwerte betrachtet werden, die im Wert steigen können, wenn die Preise im Allgemeinen steigen. Investoren könnten in Immobilien investieren, um sich vor der Entwertung von Geld durch Inflation zu schützen. Auch herrschen am Aktienmarkt turbulente Zeiten, was für viele Investoren Immobilien als Investment interessant macht und die Nachfrage erhöht.

Weniger Bauvorhaben

Die gestiegenen Baukosten und der damit verbundene Rückgang von Bauvorhaben sorgen dafür, dass weniger Wohnraum in den kommenden Jahren entstehen wird. Das bedeutet, dass weniger neue Immobilien am Markt angeboten werden und somit bei wachsender Bevölkerung das Angebot bei neuen Immobilien knapper werden könnte.

Zuwachs der Bevölkerung

Die österreichische Bevölkerung wächst kontinuierlich. Ein steigendes Bevölkerungswachstum kann das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt beeinflussen. Wenn die Nachfrage das Angebot übertrifft, kann dies zu einem Mangel an verfügbarem Wohnraum führen. Infolgedessen könnten die Preise steigen, da Interessenten bereit sind, mehr zu zahlen, um eine Immobilie zu sichern.

Argumente dagegen

Was spricht für fallende Immobilienpreise in Österreich?

Hohe Finanzierungskosten

Inflation kann sich auch auf die Kosten für die Finanzierung von Immobilien auswirken. Wenn die Inflation steigt, könnten auch die Zinsen steigen – so, wie es aktuell der Fall ist. Das führt in der Regel dazu, dass die Kosten für die Finanzierung von Immobilien steigen, die Kreditrate teurer wird, was wiederum die potenzielle Nachfrage nach Immobilien dämpft.

Gestiegene Lebenshaltungskosten

Die drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten, in Kombination mit den hohen Finanzierungsaufwendungen, führen dazu, dass für viele Menschen der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung nicht mehr erschwinglich ist. Wenn weniger Menschen sich diese monatliche finanzielle Belastung leisten können, schrumpft der potenzielle Käufermarkt.

Verschärfte Kreditvergaberichtlinien

Durch die geltende KIM-Verordnung in Österreich wurden Immobilienfinanzierungen für einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung schlichtweg unerreichbar gemacht. Diese Verordnung legt Mindeststandards für Kreditnehmer fest, die ein Darlehen für die Immobilienfinanzierung aufnehmen möchten. Dabei sind eine Eigenkapitalquote von mindestens 20%, eine maximal zulässige Rückzahlungsrate von 40% des Haushaltsnettoeinkommens oder eine Kreditlaufzeit von höchstens 35 Jahren vorgeschrieben. Weniger Menschen, die für einen Kredit in Frage kommen, bedeuten einen kleineren Markt potenzieller Käufer. Eine verringerte Nachfrage könnte wahrscheinlich zu einem Preisverfall führen.

Demografischer Wandel

Ein trauriges, aber äußerst relevantes Thema ist der demografische Wandel. Immer mehr Personen aus den geburtenstarken Jahrgängen erreichen nicht nur das Rentenalter, sondern auch das Lebensende. Viele Menschen dieser Generation sind Immobilienbesitzer.

Wenn die Erben der Immobilien weder Eigenbedarf haben, noch Vermieter werden wollen oder sich den Erhalt der Immobilie nicht leisten können, entscheiden sie sich für den Verkauf. Dies führt zusätzlich zu einer erhöhten Immobilienanzahl auf dem Markt und kann somit generell den Marktpreis senken.

Was ist Ihre Immobilie wert?

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie verkaufen möchten? Fordern Sie eine kostenlose Marktpreiseinschätzung bei unseren Experten an.

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Unser Fazit

Ausblick auf den Immobilienmarkt – unsere Einschätzung

Immobilie verkaufen in Wien

Steigende Werte: Mietobjekte

Angesichts der rückläufigen Immobilienkäufe, jedoch der unveränderten Notwendigkeit der Menschen, irgendwo zu wohnen, wird die Nachfrage nach Mietwohnungen voraussichtlich zunehmen. Hierbei liegt der Schwerpunkt weniger auf Luxusimmobilien, großen Häusern oder weitläufigen Apartments. Vielmehr konzentrieren wir uns auf Wohnungen und Häuser im Bereich von 60 bis 100 m², die aufgrund ihrer Größe für einen breiten Teil der Bevölkerung erschwingliche Mietpreise bieten werden.

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Sinkende Werte: Immobilien im Wert von 600.000 € – 1.200.000 €

Insbesondere Häuser, aber auch große Wohnungen, haben in den vergangenen Jahren erheblich an Wert gewonnen. Dies erweist sich nun als zweischneidiges Schwert. Der deutliche Wertzuwachs in Verbindung mit strengeren Kreditvergaberichtlinien sowie gestiegenen Finanzierungs- und Lebenserhaltungskosten dürfte für rund 90% der Bevölkerung unwahrscheinlich machen, eine Immobilie im Preisbereich von 600.000 € – 1.200.000 € zu erwerben. Da jedoch viele Immobilien in dieser Preisspanne liegen, gehen wir davon aus, dass die Marktpreise für diese Immobilien zurückgehen werden.

Langfristige Betrachtung des Immobilienwerts

Bei einer langfristigen Betrachtung könnte sich zeigen, dass Immobilien tendenziell eine gewisse Inflationsschutzfunktion bieten.

Historisch gesehen sind Immobilienwerte im Laufe der Zeit oft gestiegen, zumindest teilweise aufgrund der Inflation.

Hinweis

Es ist wichtig zu beachten, dass der Immobilienmarkt in Österreich äußerst komplex ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Inflation ist nur eine von vielen Variablen, die berücksichtigt werden müssen. Menschen, die in den Immobilienmarkt investieren oder Immobilien kaufen oder verkaufen möchten, sollten eine gründliche Analyse der aktuellen Marktbedingungen, der wirtschaftlichen Indikatoren und anderer relevanter Faktoren durchführen.

Wenn Sie einen Verkauf konkret planen, lohnt sich der Blick auf den passenden Vertriebsweg: In unserem Ratgeber zum Thema Immobilienmakler in Österreich erfahren Sie, wie ein professioneller Verkauf abläuft. Wer ein unbebautes Areal veräußern möchte, findet hilfreiche Hinweise unter Grundstück verkaufen.

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Thomas Beck
Verfasst von

Thomas Beck

Thomas Beck konnte sich schon von klein auf für Immobilien begeistern. Nach seinem Maturaabschluss und einem Studium an der WU Wien begann er mit einer Ausbildung und arbeitet seither als Immobilienmakler in Österreich. Im Jahr 2021 durften wir Thomas als einen Teil unseres Autoren-Teams willkommen heißen. Er verfasst für uns spannende Beiträge rund um den Immobilienverkauf. Seit 2022 beschäftigt sich Thomas auch mit Kryptowährungen und dem Thema Immobilien im Metaverse. Auf seinem persönlichen Blog berichtet er zusätzlich über das Leben als Immobilienmakler und verratet einige Tipps für Immobilienverkäufer.

Alle Beiträge von Thomas Beck →
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