Wie hoch ist die Maklerprovision?

Für die Vermittlung eines Hauses oder einer Wohnung, verrechnen Immobilienmakler eine gewisse Provision. Diese Provision hängt von mehreren Faktoren ab…
Doch wie hoch kann eine Maklerprovision in Österreich wirklich werden?

Vorab – Die Provision ist meist eine Vereinbarungssache ,die Sie im Vorfeld eines Verkaufs oder Vermietung mit dem Makler vereinbaren sollten.

Letzte Überarbeitung März 2021

Thomas Beck

Thomas Beck

Immobilienexperte

Maklerprovision bei Verkauf oder Kauf

Beim Immobilienverkauf bzw. Kauf kann der Makler sowohl an den Verkäufer als auch an den Käufer eine Provision verrechnen. 

Diese richtet sich nach der gesetzlichen Höchstgrenze:

  • Verkaufspreis bis 36.336,42 € – max. 4 % des Preises*
  • Verkaufspreis über 48.448,51 € –  maximal 3 % des Preises*

* Dazu kommen noch 20% Umsatzsteuer, die dem Maklerkunden noch aufgeschlagen werden.

Die zu vereinbarende Provision an den Käufer und Verkäufer müssen sich nach den obenstehenden gesetzlichen Höchstgrenzen richten. 

 

Wann ist die Provision fällig?

Dies hängt davon ab, wie Sie diesen Punkt im Vertag mit dem Makler reglen. 

Im Normalfall wird die Provision erst nach Abschluss des rechtswirksamen Miet- oder Kaufvertrag fällig. Der Makler sollte keinen Vorschuss oder Anzahlungen verlangen. Im Maklervertrag sollte schriftlich festgehalten sein, wann und in welcher Form der Betrag fällig ist.

Newsfeed Immobilienverkäufer

Was ist Ihre Immobilie wert – Bewertung beantragen & Immobilie verkaufen

✓ Kostenlos & unverbindlich
✓ Keine Registrierung
✓ Beratung direkt in Ihrer Region

Kürzung und Rückforderung der Maklergebühr

Es gibt bestimmte Fälle in denen Sie einem Makler die Provision kürzen können:

  • Wenn der Immobilienmakler seinen vertraglichen Pflichten beim Immobilienverkauf nicht nachkommt
  • Wenn der Makler seinen gesetzlichen Aufklärungs- und In­for­ma­ti­ons­pflicht­en nicht nachkommt
  • Ist der Makler gleichzeitig Hausverwalter und oder Eigentümer der Immobilie gelten andere Provisionssätze
  • Außerdem darf der Immobilienmakler nicht mehr als die gesetzlich geregelten Provisionsgrenzen verrechnen. Tut er dies trotzdem, haben Sie das Recht den zu viel gezahlten Teil der Provision zurückzuverlangen. Diese Rückzahlung müssen Betroffene innerhalb von 3 Jahren einklagen.

Maklerprovision bei Miete

Ein Immobilienmakler darf eine Provision bei einem Mietobjekt sowohl an den Mieter als auch an den Vermieter verrechnen. Bei Miete wird die Provision an den Mietzins angepasst. Auf diesen Provisionsbetrag werden noch 20 % Umsatzsteuer aufgeschlagen.

geld-sparen-umschuldung

Provision vom Vermieter:

Der Immobilienmakler kann dem Vermieter eine Provision von bis zu drei Bruttomieten in Rechnung stellen. Anderst als beim Mieter, ist die Höhe nicht davon abhängig, ob es sich um einen befristeten oder unbefristeten Mietvertrag handelt.

kredit-recht

Provision vom Mieter:

Die Höchstbeträge für die Maklerprovisionsansprüche sind in der Immobilienmaklerverordnung geregelt und beziehen sich auf die Laufzeit des Mietvertrages:

  • Unbefristet oder über 3 Jahre – max. 2 Monatsmieten
  • Bis zu 3 Jahremax. 1 Monatsmietzins
  • Unbefristet, wenn der Immobilienmakler gleich der Verwalter ist – max. 1 Monatsmiete
  • Untermieter von einzelnen Räumlichkeiten – max. 1 Monatsmietzins
  • Der Immobilienmakler darf auch eine Ergänzungsprovision verrechnen, wenn sich ein Mietvertrag verlängert oder umgewandelt wird – max. ein halber Bruttomonatsmietzins