Finanzierung einer Wohnung

Ein Wohnungskauf ist eines der größten finanziellen Projekte im Laufe Ihres Lebens. Sowohl die Eigennutzung als auch die Vermietung können dank einer richtigen Wohnungsfinanzierung kostengünstig realisiert werden.

Unabhängig vom aktuellen Zinsstand müssen Kreditnehmer die Finanzierung des Eigenheims genau durchkalkulieren und planen.

Letzte Überarbeitung März 2021

Heidrun Hütter

Heidrun Hütter

Immobilienmaklerin

Wohnungsfinanzierung – Angebote vergleichen

Die Finanzierung Ihrer Immobilie erfolgt in der Regel über einen Bankenkredit. In bestimmten Fällen wird ein Teil über eine Wohnbaufördermaßnahme finanziert.

Die Kreditkonditionen bei den Banken unterscheiden sich stark und hängen auch von Ihren persönlichen Gegebenheiten ab (Eigenkapital, Bonität, Haushaltsrechnung…). Fordern Sie deshalb für die Finanzierung Ihrer Immobilie auf jeden Fall mehr als ein Angebot an. Verlassen Sie sich nicht auf das erste Angebot Ihrer Hausbank.

Der Ablauf bei einer Finanzierungsanfrage ist überall derselbe:

Am Anfang jeder Finanzierung steht Ihnen eine Bonitätsprüfung bevor. Zu den Bonitätskriterien gehören neben dem Eigenkapital auch Sicherheiten in Form von Grundstücken und anderen Wertobjekten. Auf dieser Basis legt dann die Bank Ihre Risikokonditionen für Sie fest.

zinsen-aktuell

Finanzierungsrechner

Finanzierungsrechner liefern einen ersten Indikator, welche Kredithöhe Sie sich leisten können und was Ihren Rahmen übersteigt. Dabei sind die folgenden Faktoren wichtig:

  • Finanzierungshöhe
  • Kreditzinsen
  • Nebenkosten des Kredits
  • Laufzeit des Kredits

Je nach Konfiguration erhalten Sie eine unterschiedliche Kreditrate.

Beachten Sie:

Die monatlichen Raten müssen an Ihr Einkommen angepasst sein (siehe Haushaltsrechnung). Ebenso darf die Tilgungsrate nicht zu niedrig angesetzt werden. Andernfalls werden die Kosten und die Laufzeit des Darlehens zu hoch. Ein Finanzierungsrechner wie von immobilie-finanzieren.at kann eine gute Hilfe bei der Finanzierungsplanung und beim Tilgungsplan sein.

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Basis ist immer die Haushaltsrechnung 

Neben dem Eigenkapital ist das Nettoeinkommen die entscheidende Größe für eine Wohnungsfinanzierung, bzw. der Finanzierungszusage un den Konditionen einer Bank. 

In einer Haushaltsrechnung stellen Sie ihre monatlichen Einnahmen (eben Ihr Nettoeinkommen aus allen Einkommensquellen) und Ausgaben gegenüber. Auf diese Art und Weise stellen Sie fest, wie viel Geld monatlich für die Kreditraten aufgebracht werden können.

Unsere Experten raten von der Differenz aus Ausgaben und Einnahmen immer eine Sicherheitsreserve abzuziehen, damit Sie auch in Kriesenzeiten keinen finanziellen Beinbruch erleiden. Nur so können außergewöhnliche Ausgaben und anfällige Reparaturen gedeckt werden. Diese Haushaltsrechnung sollte über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden, um eine Wohnungsfinanzierung zu planen. So bekommen Sie einen realistischen Wert, an dem Sie sich orientieren können. Nach Abzug aller Ausgaben des Einkommens minus der Sicherheitsreserven ergibt sich Ihre maximal mögliche Kreditbelastung pro Monat.

Dieser Betrag liefert auch für die Bank den Indikator, was Sie sich leisten können und wie es um Ihre Sicherheiten bestellt ist. Auf dieser Basis werden die Risikokonditionen für Ihren Kredit festgesetzt. Fällt Ihre Haushaltsrechnung knapp positiv aus, müssen Sie mit schlechteren Konditionen rechnen, als wenn Sie einen großen Überschuss erzielen. 

    Immobilienpreis schätzen

    Eigenkapital – das sollten Sie haben

    Das Eigenkapital sollte mindestens 20 Prozent der Finanzierungssumme betragen. Finanzierungen mit geringeren Eigenkapitalquoten sind unser besonderen Umständen möglich aber eher selten und bedürfen entweder einer sehr positiven Haushaltsrechnung oder vieler anderer Sicherheite, um das Risiko für die Bank gering zu halten.

    Planen Sie einen Wohnungskauf und die Wohnungsfinanzierung daher möglichst frühzeitig. Je mehr Eigenkapital eingebracht werden kann, desto sicherer und günstiger ist der Weg zum Eigenheim. Abhängig von der Höhe des verfügbaren Eigenkapitals kann es sinnvoll sein, mit dem Erwerb der Immobilie zu warten.

    Wohnungbauförderung – gut oder schlecht?

    Auf Bundes- und Landesebene gibt es einige Förderungen, von denen Sie als Wohnungskäufer profitieren können. Allen voran steht die Wohnbauförderung.

    Die Wohnbauförderung dient dazu, einen Teil der Wohnungsfinanzierung dadruch abzudecken. So kann die Finanzierungssumme reduziert werden.

    Eine Wohnbauförderung in Anspruch zu nehmen, beduetet aber auch förderbar zu sein und ein förderwürdiges Projekt zu haben (genau die Vorschriften zu erfüllen).

    Wohnbaufördermaßnahmen sind Ländersache – das bedeutet, dass in jedem Bundesland andere Förderungsmodelle existieren. Unser Partnerportal immobilie-finanzieren.at. hat einen Blogartikel zu den Vor- und Nachteilen der Wohnbauförderungen in ÖSterreich veröffentlicht.

    Ob Sie eine Wohnbauförderung in Anspruch nehmen, sollte nicht nur von der Fördermöglichkeit abhängen, sondern auch vom aktuellen Finanzierungsmarkt. In der jetzigen Niedrigzinsphase kann es durchaus besser sein, eine Förderung nicht in Anspruch zu nehmen.