Alternativen zum Immobilienverkauf in Österreich
Steigende Zinsen und höhere Lebenshaltungskosten bringen viele Immobilienbesitzer in Österreich an die Frage: Muss ich mein Haus oder meine Wohnung wirklich verkaufen? In vielen Fällen lautet die Antwort: Nein. Es gibt erprobte Alternativen zum Immobilienverkauf, mit denen Sie Kapital freisetzen und trotzdem Eigentümer bleiben.
Welche Alternativen zum Verkauf Ihrer Immobilie es in Österreich gibt und wann sich welche Lösung lohnt, erfahren Sie in diesem Ratgeberbeitrag. Bevor Sie sich endgültig für einen Verkauf entscheiden, sollten Sie auch wissen, was ein Immobilienverkauf kostet und wie ein Makler den Verkauf unterstützt.
Immobilienverkauf vermeiden: Was generell wichtig ist
Früh genug handeln
Wenn es finanziell knapp ist, dreht man oft und gerne den Kopf weg – und das meistens zu lange.
Bitte handeln Sie in solchen Fällen immer frühzeitig, solange noch etwas finanzielle Luft da ist.
Das Prinzip Hoffnung geht meistens schief. Kümmern Sie sich somit frühzeitig darum, eine Alternative zu einem gänzlichen Verkauf in die Wege zu leiten.
Lebenssituation beachten
Erhalten Sie bald ein Erbe und können so vielleicht eine Sonderzahlung vornehmen? Oder steht bald der Pensionsantritt an und Ihr Einkommen reduziert sich zusätzlich?
Diese Dinge sollten Sie in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen, denn sie spielen eine maßgebliche Rolle.
Gründe für einen Verkauf und passende Alternativen
Wenn Sie über einen Immobilienverkauf nachdenken, hat das einen Grund. Für bestimmte Gründe gibt es allerdings alternative Möglichkeiten, mit denen Sie einen Zwangsverkauf in Österreich vielleicht doch verhindern können:
Kurzfristiger finanzieller Engpass
Alternative Möglichkeiten:
Kreditrate langfristig nicht mehr tragbar
Alternative Möglichkeiten:
Lebenshaltungskosten nicht mehr bezahlbar
Alternative Möglichkeiten:
Größerer Kapitalbedarf (z.B. für Reparaturen oder Sanierungen…)
Alternative Möglichkeiten:
Immobilien-Teilverkauf als Alternative zum Verkauf
Beim Immobilien-Teilverkauf verkauft der Hausbesitzer einen bestimmten Anteil seiner Immobilie an einen Käufer, der oft eine spezialisierte Finanzgesellschaft oder ein Investitionsunternehmen ist.
Im Gegenzug erhält der Immobilienbesitzer einen Geldbetrag, der je nach dem Wert des verkauften Anteils und den individuellen Vereinbarungen variiert.
Der Immobilienbesitzer behält jedoch das Wohnrecht an der Immobilie und kann weiterhin darin leben. In der Regel wird für den veräußerten Anteil ein monatliches Nutzungsentgelt vereinbart.
Der verkaufte Anteil kann bei den meisten Immobilien-Teilverkauf-Anbietern auch wieder zurückgekauft werden.
Wann ist ein Teilverkauf sinnvoll?
Sie möchten in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung wohnen bleiben, benötigen aber trotzdem Kapital. Und Sie können sich im Anschluss die Nutzungsgebühr für den veräußerten Anteil leisten.
Was ist zu tun:
Stellen Sie im Vorfeld Ihren Kapitalbedarf fest, also wie viel Geld Sie als Kredit benötigen.
Lassen Sie sich zu diesem Thema von unseren spezialisierten Partnern beraten.
Umkehrhypothek statt Immobilienverkauf
Eine Umkehrhypothek, auch bekannt als „Reverse Mortgage“, ist eine Finanzierungsoption, die vor allem für ältere Menschen entwickelt wurde, um ihnen Zugang zu ihrem in einer Immobilie gebundenen Eigenkapital zu verschaffen, ohne das Haus verkaufen zu müssen.
Diese Art der Hypothek ermöglicht es älteren Hausbesitzern, regelmäßige Zahlungen oder eine einmalige Auszahlung auf Grundlage des aufgebauten Eigenkapitals ihrer Immobilie zu erhalten.
Wann ist eine Umkehrhypothek sinnvoll?
Umkehrhypotheken sind in der Regel für ältere Menschen (65+) gedacht, die in ihren Immobilien wohnen bleiben möchten, aber zusätzliches Kapital benötigen.
Die Immobilie, die für die Umkehrhypothek verwendet wird, sollte weitgehend lastenfrei (schuldenfrei) sein.
Die Auszahlungen aus einer Umkehrhypothek können monatlich, als Einmalzahlung oder in Form einer Kreditlinie erfolgen.
Die Rückzahlung erfolgt normalerweise erst, wenn der Hausbesitzer die Immobilie nicht mehr bewohnt, entweder durch Verkauf, Umzug in ein Pflegeheim oder im Todesfall.
In diesen Fällen wird der ausstehende Betrag einschließlich Zinsen und Gebühren fällig.
Was ist zu tun:
Stellen Sie im Vorfeld Ihren Kapitalbedarf fest – also wie viel Geld Sie als Umkehrhypothek benötigen.
Lassen Sie sich zu diesem Thema im Anschluss von unseren spezialisierten Partnern beraten.
Umschulden: Kredit retten statt Immobilie verkaufen
In erster Linie können Sie versuchen, einen laufenden Kredit bzw. eine Hypothek oder auch die Wohnbauförderung umzuschulden.
Durch eine längere Laufzeit oder bessere Zinskonditionen kann es möglich sein, dass Sie einen Zwangsverkauf abwenden können.
Im Zuge einer Umschuldung kann es auch Sinn machen, mehrere Kredite oder auch die Wohnbauförderung zusammenzulegen.
Dadurch fassen Sie auch viele Kreditnebenkosten zu einer Position zusammen, bei der Sie Geld sparen können.
Wann ist eine Umschuldung sinnvoll?
Sie haben noch einen Kredit mit einer Laufzeit offen. Die Kreditraten sind aber für Sie mittelfristig nicht mehr stemmbar.
Was ist zu tun:
Stellen Sie eine vollständige Auflistung Ihrer Zahlungsverpflichtungen (Kredite, Wohnbauförderung…) zusammen.
Diese Auflistung stellt die Summe der Umschuldung dar. Lassen Sie sich von unserem Partner im Bereich Umschuldung ein Angebot für einen Umschuldungskredit erstellen.
Kreditstundung: Zahlungspause vereinbaren
Eine Kreditstundung bzw. einen Kredit stunden zu lassen beinhaltet die Vereinbarung einer vorübergehenden Zahlungspause für Ihren Kredit.
Das bedeutet, dass Sie für eine gewisse Zeit die fälligen Kreditraten aussetzen können. Während dieses vereinbarten Zeitraums, der oft mehrere Monate dauert, begleichen Sie lediglich die Kreditzinsen.
Nach der Stundungsphase setzen Sie die regulären Ratenzahlungen wie gewohnt fort. Die Gesamtdauer des Kredits verlängert sich um die Monate, in denen die Pause eingelegt wurde.
Wann ist eine Kreditstundung sinnvoll?
Selbst ein gestern noch stabiler Kontostand kann morgen aus dem Gleichgewicht geraten.
Sie sind durch unvorhergesehene Ereignisse in einen kurz- oder mittelfristigen finanziellen Engpass geraten.
Hierzu zählen beispielsweise: dringende Reparaturen, Scheidung, Krankheit, Jobverlust…
Es ist für Sie aber abschätzbar, wie lange der Engpass dauern wird.
Was ist zu tun:
Sprechen Sie mit Ihrer Bank. Schildern Sie die Situation und wie Sie unverschuldet in diese geraten sind.
Erstellen Sie einen Plan, ab wann Sie den Kredit nach einer Stundung wieder tilgen können, und legen Sie diesen Ihrer Bank dar.
Mit ein bisschen Glück erkennt die Bank diese vorübergehende Situation an und bewilligt eine Kreditstundung für eine bestimmte Zeit.
Was ist Ihre Immobilie in Österreich wert?
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